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    <title>Welcome (Rubrik:Literatur)</title>
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    <dc:publisher>angel014</dc:publisher>
    <dc:creator>angel014</dc:creator>
    <dc:date>2005-10-06T16:53:17Z</dc:date>
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    <title>Welcome</title>
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  <item rdf:about="http://angel014.twoday.net/stories/1037105/">
    <title>Wolfgang Borchert</title> 
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    <description>&lt;b&gt;Wolfgang Borchert&lt;/b&gt; wurde am 20.Mai 1921 in Hamburg geboren, er starb am 20. November 1947 in Basel. Borchert gilt als bedeutenster Vertreter der so genannten &quot;Tr&amp;uuml;mmerliteratur&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter 1941/1942 an der russischen Front: Von einem Patrouillengang kehrt der 20-j&amp;auml;hrige Soldat Wolfgang Borchert mit einer Schussverletzung an der Hand zur&amp;uuml;ck. Seine Vorgesetzten vermuten, dass er sich diese Verletzung selbst zugef&amp;uuml;gt hat, um sich dem Fronteinsatz zu entziehen. Darauf steht die Todesstrafe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Borchert sitzt monatelang im Gef&amp;auml;ngnis, dann muss er &quot;zur Frontbew&amp;auml;hrung&quot; zur&amp;uuml;ck in den n&amp;auml;chsten russischen Winter. Bald darauf wird er mit schweren Erfrierungen und einer Lebererkrankung ins Lazarett eingeliefert. Von diesem Leberleiden erholt sich Borchert nie wieder. 1947 stirbt er im Alter von nur 26 Jahren.&lt;br /&gt;
Borcherts literarisches Werk ist nicht umfangreich. Sein Schreiben nennt er selbst einen &quot;Wettlauf mit der Zeit&quot;, da er von den &amp;Auml;rzten wei&amp;szlig;, dass er nicht mehr lange zu leben hat.&lt;br /&gt;
Seine Texte erz&amp;auml;hlen von Brutalit&amp;auml;t, Not, Schrecken und Leiden in seiner t&amp;auml;glichen Erfahrungswelt - einer Welt, die aus einem Teufelskreis von Krieg, Gef&amp;auml;ngnis und Lazarett bestand und aus der er nicht ausbrechen konnte.&lt;br /&gt;
Seinem Freund schickte er 1944 folgendes Gedicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;                 Ich m&amp;ouml;chte Leuchtturm sein                 &lt;br /&gt;
in Nacht und Wind-                 &lt;br /&gt;
f&amp;uuml;r Dorsch und Stint.                 &lt;br /&gt;
f&amp;uuml;r jedes Boot-                 &lt;br /&gt;
und bin doch selbst                 &lt;br /&gt;
ein Schiff in Not!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich Borcherts Fieberanf&amp;auml;lle und Leberbeschwerden im winter 1943/1944 auch w&amp;auml;rend des Heimaterholungsurlaubs nicht mehr lindern lassen, beschlie&amp;szlig;en die &amp;Auml;rzte, Borchert dienstuntauglich zu schreiben und an ein Fronttheater abzustellen.&lt;br /&gt;
Wenige Tage sind es noch, die der Schwerkanke in einer Entlassungskompanie in Kassel absolvieren muss.&lt;br /&gt;
Doch am Vorabend seines ersehnten Entlassungstages gibt der f&amp;uuml;r seine offenen Worte bekannte Schauspielerund Schriftsteller auf seiner Stube eine so genannte &quot;Abschiedsvorstellung&quot;. In dieser &quot;Abschiedvorstellung&quot; h&amp;auml;lt er einen Vortrag, dessen Inhalt, das Milit&amp;auml;r und der Kriegsgerichtsrat f&amp;uuml;r &amp;ouml;ffentliche Provokation h&amp;auml;lt. Somit wird Borchert abermals in Untersuchungshaft genommen bis er seinen Fieberanf&amp;auml;llen erliegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;284&quot; height=&quot;400&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/angel014/images/borchert.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt; Einen kurzen Auszug aus seinen &quot;Lesebuchgeschichten&quot;:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Krieg aus war,&lt;br /&gt;
kam der Soldat nach Haus.&lt;br /&gt;
Aber er hatte kein Brot.&lt;br /&gt;
Da sah er einen, der hatte Brot.&lt;br /&gt;
Den schlug er tot.&lt;br /&gt;
&quot;Du darfst doch keinen totschlagen&quot;,&lt;br /&gt;
sagte der Richter.&lt;br /&gt;
&quot;Warum nicht?&quot;, fragte der Soldat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Und noch einen Auszug von den &quot;Lesebuchgeschichten&quot;:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Friedenskonferenz zu Ende war,&lt;br /&gt;
gingen die Minister durch die Stadt.&lt;br /&gt;
Da kamen sie an einer Schie&amp;szlig;bude vorbei.&lt;br /&gt;
&quot;Mal schie&amp;szlig;en, der Herr&quot;, riefen die M&amp;auml;dchen&lt;br /&gt;
mit den roten Lippen.&lt;br /&gt;
Da nahmen die Minister alle ein Gewehr&lt;br /&gt;
und schossen auf kleine M&amp;auml;nner aus Pappe.&lt;br /&gt;
Mitten im Schie&amp;szlig;en kam eine alte Frau und&lt;br /&gt;
nahm ihnen die Gewehrer weg.&lt;br /&gt;
Als einer der Minister es wiederhaben wollte,&lt;br /&gt;
gab sie ihm eine Ohrfeige.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Es war eine Mutter.&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>angel014</dc:creator>
    <dc:subject>Literatur</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 angel014</dc:rights>
    <dc:date>2005-10-06T16:53:16Z</dc:date>
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